Irgendwann passt das eigene Haus nicht mehr zum Leben: Es ist zu groß geworden, die Treppen werden beschwerlich, oder ein Umzug ins betreute Wohnen oder ins Pflegeheim steht an.
Dieser Beitrag zeigt, was bei einem Pflegefall gilt, wie Sie verkaufen und trotzdem erst später ausziehen und warum wir von einer Verrentung meist abraten. Dazu kommen drei echte Verkäufe aus Schwäbisch Gmünd.
Typische Anlässe
Das Haus ist zu groß geworden: Die Kinder sind ausgezogen, viele Räume stehen leer, Garten und Pflege machen Arbeit.
Treppen werden zum Hindernis: Schlafzimmer oder Bad liegen im Obergeschoss, der Eingang hat Stufen.
Ein Umzug steht an: in eine kleinere Wohnung, ins betreute Wohnen oder ins Pflegeheim.
Was bei einem Pflegefall gilt
Ein Platz im Pflegeheim ist teuer: In Baden-Württemberg lag die durchschnittliche Eigenbeteiligung im ersten Aufenthaltsjahr zum 1. Juli 2026 bei 3.657 Euro im Monat (vdek). Reichen Einkommen und Pflegekasse nicht, springt das Sozialamt mit der „Hilfe zur Pflege“ ein. Vorher muss eigenes Vermögen eingesetzt werden. Geschützt bleiben nur rund 10.000 Euro Schonvermögen pro Person (Ehepaare 20.000 Euro).
Lebt der Ehepartner weiter im Haus, ist ein angemessenes Eigenheim in der Regel geschützt. Steht das Haus leer, gilt es meist als verwertbares Vermögen. Kann der Elternteil nicht mehr selbst unterschreiben, braucht es eine Vorsorgevollmacht oder einen Betreuer; ein Betreuer braucht für den Verkauf die Genehmigung des Betreuungsgerichts. Ausführlich erklärt im Ratgeber Pflegeheim und eigene Immobilie.
Verkaufen und erst später ausziehen
Viele Eigentümer möchten erst ausziehen, wenn die neue Wohnung bereit ist. Das lässt sich regeln: Der Übergabetermin wird im Kaufvertrag vereinbart und kann auch einige Monate nach dem Notartermin liegen. So stimmen Sie Verkauf und Umzug zeitlich aufeinander ab, ohne doppelt zu zahlen oder unter Druck zu geraten.
Warum wir von einer Verrentung meist abraten
Teilverkauf und Leibrente werden oft als Lösung beworben, um im Haus zu bleiben und trotzdem Geld zu bekommen. Die Verbraucherzentralen kritisieren aber hohe laufende Kosten, Gebühren beim späteren Verkauf und dass Eigentümer die Instandhaltung allein tragen. Ein klassischer Verkauf bringt in vielen Fällen mehr. Warum, lesen Sie im Ratgeber Immobilie verrenten.
Beispiele aus Gmünd (echte Fälle)
Drei Verkäufe aus Schwäbisch Gmünd, bei denen Alter, Pflege oder eine Verkleinerung der Anlass waren. Die Details finden Sie auf den Fallseiten.
Vollholzhaus mit Praxis in Schwäbisch Gmünd – in 8 Wochen verkauft
Einfamilienhaus mit Praxis (Holzhaus)
Verkauft im Dezember 2025
- Alter / Pflege
- Vergrößerung / Verkleinerung
Wir haben Banken eingebunden, die ökologische Holzhäuser finanzieren. Für 544.000 € an eine Physiotherapeutin verkauft, die die Praxis selbst weiterführt.
Fall ansehen
VerkauftKäufer am Besichtigungstag: Wohnung in 2 Wochen verkauft
Eigentumswohnung (2. OG)
Verkauft im Mai 2026
- Alter / Pflege
- Kapitalanlage
Vermietete Eigentumswohnung in Schwäbisch Gmünd-Bettringen, Verkauf im Ruhestand. Alle Besichtigungen an einem Tag gebündelt – Käufer: ein Kapitalanleger.
Fall ansehenErst das kleinere Haus gefunden, dann in 3 Wochen verkauft
Einfamilienhaus
Verkauft im September 2025
- Vergrößerung / Verkleinerung
Für das ältere Paar in Schwäbisch Gmünd-Bettringen vermittelten wir zuerst ein kleineres Haus. Nach dem Umzug zum Angebotspreis von 480.000 € verkauft.
Fall ansehenKostenlose Wertermittlung, auch bei Ihnen zu Hause
Wir ermitteln den Marktwert Ihres Hauses kostenlos und unverbindlich. Gern kommen wir zu Ihnen nach Hause, auf Wunsch auch gemeinsam mit Ihren Angehörigen. Starten Sie mit der kostenlosen Immobilienbewertung oder vereinbaren Sie ein Erstgespräch.



