
Ratgeber Immobilienverrentung
Immobilie verrenten: Die Haken – und warum ein Verkauf oft die bessere Wahl ist
Worum es geht
„Im eigenen Haus bleiben und trotzdem Geld bekommen“ – so wird die Immobilienverrentung beworben. Das klingt gut. In der Praxis bezahlen Eigentümer dafür oft einen hohen Preis. Wir vermitteln keine Verrentungen. Wir erklären hier offen, worauf Sie achten müssen.
Überblick
Die Modelle kurz erklärt
- Teilverkauf: Sie verkaufen einen Anteil (oft bis 50 %) an einen Anbieter und zahlen für dessen Anteil monatlich ein Nutzungsentgelt – also Miete im eigenen Haus.
- Leibrente: Sie verkaufen das ganze Haus, behalten ein Wohnrecht und bekommen eine monatliche Rente.
- Verkauf mit Nießbrauch oder Wohnrecht: Einmalbetrag, abzüglich des Werts des Wohnrechts.
- Umkehrhypothek: Darlehen, das erst bei Auszug oder Tod durch den Verkauf getilgt wird. In Deutschland kaum angeboten.
Was die Werbung verschweigt
Die Haken
Teilverkauf – die Verbraucherzentralen sind deutlich
- Nutzungsentgelt ab ca. 4,99 % pro Jahr auf die Auszahlung. Beispiel der Verbraucherzentrale: 100.000 € Auszahlung = mindestens 416 € im Monat.
- Beim späteren Verkauf fallen oft rund 3,3 % Gebühren an, oder der Anbieter verlangt eine Mindestsumme für seinen Anteil.
- Reparaturen, Modernisierung und energetische Sanierung zahlen Sie meist allein – obwohl Ihnen das Haus nur noch zum Teil gehört.
- Manche Angebote schützen den Anbieter gegen Wertverlust. Die Verbraucherzentralen nennen das „eine Frechheit“.
- Ein Bankkredit war laut Verbraucherzentrale deutlich günstiger (ca. 3,3 % p. a., Stand Januar 2026).
Leibrente und Wohnrecht
- Der Käufer kalkuliert mit Ihrer Lebenserwartung und einem Sicherheitsabschlag. Sie erhalten in der Regel deutlich weniger als den Marktwert.
- Sterben Sie früh, ist der größte Teil des Hauswerts für Ihre Familie verloren.
- Die Rente ist teilweise einkommensteuerpflichtig.
- Sie bleiben an das Haus gebunden – auch wenn Sie später doch in betreutes Wohnen oder ins Pflegeheim müssen.
Für die Erben
Mit einer Verrentung ist das Haus für die Familie in der Regel ganz oder teilweise weg. Viele Kinder erfahren erst im Erbfall, was vereinbart wurde.
Was ist Ihr Haus wirklich wert?
Bevor Sie ein Verrentungsangebot prüfen: Wir ermitteln den Marktwert kostenlos und unverbindlich – als Vergleich.
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Die Alternative
Verkaufen – zu Ihren Bedingungen
In vielen Fällen ist ein klassischer Verkauf die ehrlichere und wirtschaftlich bessere Lösung:
- Voller Marktpreis statt Abschlag oder Nutzungsentgelt.
- Geld sofort und frei verfügbar – für eine kleinere Wohnung, betreutes Wohnen, Pflege oder die Familie.
- Flexibler Auszug: Ein späterer Übergabetermin lässt sich im Kaufvertrag vereinbaren. Sie ziehen erst aus, wenn die neue Wohnung bereit ist.
- Keine laufenden Kosten mehr für Instandhaltung, Heizung, Garten.
- Klare Verhältnisse für die Erben.
Wie Sie verkaufen und danach gut wohnen, lesen Sie im Ratgeber Wohnen im Alter. Ein Beispiel aus der Region: Haus in Schwäbisch Gmünd verkaufen im Alter oder bei Pflegefall.
Unsere ehrliche Empfehlung
Bevor Sie einen Verrentungsvertrag unterschreiben
- Lassen Sie den Marktwert unabhängig ermitteln – bei uns kostenlos.
- Holen Sie mehrere schriftliche Angebote ein und lassen Sie den Vertrag anwaltlich prüfen.
- Vergleichen Sie mit einem normalen Verkauf und einem Bankdarlehen.
- Sprechen Sie mit Ihren Kindern.
Wir rechnen Ihnen gern durch, was ein Verkauf bringt und wie Sie danach wohnen können. Unverbindlich und ohne Druck.
Häufige Fragen
Fragen zur Immobilienverrentung
Weiterführend: Wohnen und Verkaufen im Alter
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